Wir über uns

Die Oselschule

Alle Kinder im Grundschulalter, die südlich des Nymphenburger Kanals, nörd­lich der Bahngleise und östlich der Pippinger Straße und westlich des Schlossparks wohnen, sind „Osel­schulkinder“ – zur Zeit 327 Mädchen und Buben in 14 Klassen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Schulweghelferinnen und –helfer. Sie sorgen für die Sicherheit unserer Kinder, stehen bei Wind und Wetter, Sonne und Schnee an den ver­kehrsreichen Straßen und betreuen die Oselkinder.

In drei Gebäuden ist die Schule untergebracht: Der denkmalgeschützte Alt­bau von R. Riemerschmid (1914) wurde 1965 durch einen Neubau ergänzt. Seit 1975 steht zusätzlich ein Holzpa­­vil­lon zur Verfügung. Trotzdem sind die räumlichen Ver­hältnisse ziemlich beengt. Aber die schöne Lage am Ka­nal und das herrliche Schulgrundstück mit altem Baumbestand bieten ideale äußere Voraussetzungen.

Unsere Schule ist eine staatliche Grundschule; die Fachaufsicht hat das Staat­­liche Schulamt, der Sachaufwandsträger ist die Stadt München (Referat für Bildung und Sport).

Wir machen uns auf den Weg zur Inklusion. Für Kinder mit besonderem Förderbedarf pflegen wir eine enge Zusammenarbeit mit dem sonderpädagogischen Förderzentrum München-West. Im Rahmen einer intensiven Kooperation mit der Otto-Steiner-Schule, einer Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung gibt es seit 2002 an der Oselschule eine Außenklasse (neuerdings Partnerklasse), die mit einer Regelklasse integrativ zusammenarbeitet.

Wir sind eine Praktikumsschule. Studierende und angehende Lehrerinnen und Lehrer machen in ihren Praktika wichtige Erfahrungen und unterstützen dabei auch aktiv unsere Arbeit mit den Kindern.

 

Leitgedanke

Wir wollen in der Oselschule die Kinder stärken und die Sachen klären.

Neugierig und kreativ kommen Kinder zu uns – das dürfen und sollen sie bleiben.

Leben und Lernen kann man nicht trennen – deshalb legen wir Wert da­rauf, einen anregenden Lern- und Lebensraum zu bieten. Kinder, Eltern und Kollegium gehören zusammen, deswegen arbeiten wir auch zusammen, wo immer es geht. Dabei sind sich Elternschaft und Lehrerkollegium ihrer jeweiligen Aufgabe und Verantwortung bewusst.

„Erwachsen-werden“ findet jeden Tag statt. – Neben den Lehrplaninhalten sehen wir eine bewusste Werte­er­zie­hung und die Hinführung zu Selbstständigkeit, Selbstverantwortung, Toleranz und zum Verständnis für die Mitmenschen als unsere tägliche Aufgabe.

Fördern und Fordern sind keine Gegensätze. Deshalb suchen wir zusam­men mit den Eltern nach dem individuell besten Weg für das einzelne Kind.

Regeln fördern das Leben und das Lernen in der Gemeinschaft. Sie sind kein Selbstzweck und werden den Kindern altersgemäß erklärt. Leh­­rerin­nen und Lehrer sind keine „Alleswisser“ und keine „Alleskönner“. Wir sind psychologisch, pädagogisch und fachdidaktisch ausgebildet und sehen uns als Moderatoren für den Entwicklungsprozess der uns anvertrauten Kinder.

Fortbildung und Erfahrungsaustausch im Team sind für uns selbstverständlich.

 

Die Geschichte der Oselschule

1914 stiftete Arthur Riemerschmid den Grund an der damaligen Richard-Wagner-Straße zum Bau einer Evangelischen Höheren Töchterschule. Der Architekt für die Schule war sein Bruder Richard Riemerschmid.

1920 übernahm Martha von Grot die Leitung der Schule. Wegen ihrer Lehrmethode, dem „erziehenden Unterricht“ wird die Grotschule bald sehr bekannt.

Im Jahr 1941 wurde die Schule von der Stadt München übernommen. Einige Jahre darauf wurde hier bis 1958 das Realgymnasium für Mädchen, das spätere Elsa-Brandström-Gymnasium untergebracht.

1958 zog schließlich eine Volksschule in das alte Gebäude an der Oselstraße ein, die Evangelische Bekenntnisschule. Leider reichte der Platz nicht für alle Schüler aus. Deshalb blieben 5 Klassen weiterhin in der Grandl- sowie Institutsstraße ausgelagert, 6 Klassen wurden an der Oselschule in Schichten unterrichtet.

Einen besonders prominenten Schüler gab es 1964: Der millionste Bürger Münchens wurde als Erstklässler eingeschult.

Ein Jahr später erhielt die Oselschule endlich ihren dringend benötigten Neubau und eine eigene Turnhalle, die Kinder mussten zum Turnen nun nicht mehr bis an den Schererplatz wandern.

Die künstlerische Ausgestaltung des Neubaus übernahmen der Bildhauer Hans Osel und der Maler Wolfgang Schmidt. Hans Osel schuf den Tierbrunnen auf dem Pausenhof. Nach seinem Vater, dem Landtags- und Reichstagsabgeordneten Heinrich Osel ist die Oselstraße benannt. Die Intarsienbilder auf den Klassenzimmertüren stammen von Wolfgang Schmidt. 1968 wurden auf Grund einer Verfassungsänderung in Bayern die Bekenntnisschulen abgeschafft. So wurde aus der Evangelischen Bekenntnisschule eine Christliche Gemeinschaftsschule.

Bereits 1975 wurde der Platz schon wieder knapp und wieder einmal gab es für die Oselschüler Schichtunterricht. Deshalb wurde ein Pavillon für 2 Klassen erbaut. Dieser musste bereits 1991 wegen hoher Asbestbelastung durch einen Neubau ersetzt werden.

2008 konnte die Oselschule ihr 50jähriges Jubiläum feiern. Aktuell besuchen die Oselschule ungefähr 330 Kinder. Seit 2002 gibt es regelmäßig Klassen, die integrativ mit Außenklassen der Otto-Steiner-Schule zusammenarbeiten, in denen also Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden. Der Platz wird schon wieder knapp und die Schule blickt gespannt in ihre Zukunft – der nächste Umbau kommt bestimmt!